IDF – Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (Israel Defense Forces, IDF) wurden offiziell am 31. Mai 1948 begründet, kurz nach der Gründung des Staates Israel.

Vorstaatliche jüdische paramilitärische  Kampforganisationen wie Haganah, Palmach, Irgun und Lehi gingen in den IDF auf.

Auftrag der IDF ist es, „die Existenz, die territoriale Integrität und die Souveränität des Staates Israel zu verteidigen, die Bewohner Israels zu beschützen und alle Formen des Terrorismus zu bekämpfen, die das alltägliche Leben bedrohen”.

Der nationale Militärdienst ist für alle über 18-jährigen israelischen Staatsbürger obligatorisch, arabische Staatsbürger (nicht aber Drusen) sind auf Wunsch davon befreit. Weitere Ausnahmen aus religiösen, ideologischen, körperlichen oder psychischen Gründen sind möglich.

Männer dienen drei Jahre in der israelischen Armee, unverheiratete Frauen zwei Jahre.

Im Jahr 1992 entwarfen die IDF einen Verhaltenskodex, der das Völkerrecht, das israelische Staatsgesetz, das jüdische Erbe und den eigenen traditionellen moral-ethischen Kodex der Armee, den sogenannten IDF-Geist, vereinigt.

Das Dokument definiert drei Kernwerte, die für alle IDF-Soldaten bindend sind: Verteidigung des Staates, seiner Bürger und Bewohner,  Liebe und Loyalität zum Heimatland sowie Menschenwürde.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den meisten Armeen der Welt. Dies bezieht sich z. B. auf die Wehrpflicht von Frauen oder auf die betont enge Beziehung zwischen Landstreitkräften, Marine und Luftwaffe.

Seit ihrer Gründung wurden die IDF gezielt im Hinblick auf Israels einzigartige Sicherheitslage entwickelt. Sie sind eine der wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen des Landes und üben einen großen Einfluss  auf die Wirtschaft, die Kultur und die innenpolitische Szene Israels aus.

Die IDF nutzen verschiedene in Israel entwickelte Technologien, von denen viele speziell auf die Bedürfnisse der IDF zugeschnitten sind, wie der Kampfpanzer „Merkava“, High-Tech-Waffensysteme und das Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“.

Seit 1967 haben die IDF enge militärische Beziehungen zu den USA, auch im Bezug auf die Entwicklung neuer Waffensysteme.

Alle Abteilungen der IDF sind einem einzigen Generalstab unterstellt. Der Generalstabchef ist der einzige aktive Offizier mit dem Rang eines Generalleutnants (Rav Aluf). Er ist direkt dem Verteidigungsminister, indirekt dem Premierminister und dem engeren Regierungsausschuss, dem Sicherheitskabinett, unterstellt.

Stabschefs werden auf Empfehlung des Verteidigungsministers formell vom Kabinett  ernannt. Ihre Dienstzeit beträgt drei Jahre, die Regierung kann sie jedoch durch Abstimmung auf vier Jahre (und in seltenen Fällen sogar auf fünf Jahre) verlängern.

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