Kibbuz

Der Kibbuz ist eine einzigartige Erscheinung, die nur in Israel in dieser der Kommune existierte.

Es handelt sich um eine kleine ländliche Siedlung, deren Mitglieder mehreren Generationen angehören und durch einen kollektiven und kooperativen Kommunen-Lebensstil, demokratische Führung, gegenseitige Verantwortung für das Wohlergehen jedes erwachsenen Mitglieds und Kindes und durch gemeinsames Eigentum ihrer Produktionsmittel und des Verbrauchs charakterisiert ist. Kibbuz war die einzige Einrichtung weltweit, wo das Prinzip „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ auf die Dauer verwirklicht wurde.

Degania wurde als erster Kibbuz von einem Dutzend junger Pioniere im Jahre 1910 an den Ufern des See Genezareth gegründet.

Seitdem entstanden 273 Kibbuzim (die Hälfte von ihnen noch vor der Gründung des Staates Israel) im ganzen Land. Sie haben gewissermaßen die Grenzen Israels definiert.

Die meisten Kibbuzim wurden von Mitgliedern der zionistischen Jugendbewegungen aus Israel und der ganzen Welt gegründet.

In den letzten zwanzig Jahren sind die meisten der neuen Mitglieder Angehörige der zweiten Generation – Söhne und Töchter der Gründer, die bereits im Kibbuz geboren sind. Darüber hinaus wurden neue Einwanderer und “Stadtmenschen” in die Kibbuz-Gemeinschaften aufgenommen.

Von Anfang an verstanden sich die Kibbuzim als Menschen mit Pflichtbewusstsein, als Säule des Zionismus und der nationalen sozialistischen Arbeiterbewegung.

Kibbuzim entstanden im ganzen Land, vor allem in vorher unbewohnten Regionen. Die Gründer lebten unter extrem schwierigen Bedingungen, bearbeiteten den unfruchtbaren, steinigen und dürren Boden, trockneten Sümpfe, räumten die felsige Berghänge und bauten eine neue Siedlung als Glied der landesweiten Kette.

Die zentrale Kibbuz-Bewegung repräsentiert alle Kibbuzim im Umgang mit der Regierung und den Behörden auf allen Ebenen. Sie ist auch für eine Reihe von Dienstleistungen im Zusammenhang mit verschiedenen Aspekten des täglichen Lebens verantwortlich, die sowohl von ihrem zentralen Büro wie auch von den lokalen Zweigstellen und Verwaltungsabteilungen erledigt werden.

Im Jahr 2010 gab es in Israel 270 Kibbuzim. Sie haben sich mit der Zeit weit von ihrer kommunistischen Ideologie, dem radikal gemeinschaftlichen Lebensstil und auch oft von der Landwirtschaft entfernt. Heute betreiben sie oft Industriebetriebe, und 9 % der Industrieproduktion Israels im Wert von 8 Milliarden US-Dollar entfallen auf Kibbuzim. Immerhin rund 40 % der landwirtschaftlichen Erzeugnisse Israels im Wert von über 1,7 Milliarden US-Dollar stammen immer noch von ihnen.

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