Religionsfreiheit

Als ein nahöstliches Land, dessen moralische Verpflichtung die absolute Religionsfreiheit für alle ist, steht Israel allein im Nahen Osten als eine Oase der freien Glaubensausübung.

Die israelische Regierung unterstützt materiell alle Glaubensrichtungen. Das schließt die Finanzierung für den Erwerb der Koranbücher und die Bereitstellung der Betriebskosten für mehr als 100 Moscheen sowie die Gehälter der muslimischen religiösen Amtsträger mit ein. Israel gilt als ein sicherer Hafen für Minderheiten aus den umliegenden Ländern, die dort verfolgt wurden, und sichert Bürgern einer jeden Religion die Möglichkeit, politische Ämter im Lande auszuüben. Der Staat kommt für die Instandhaltung der heiligen Stätten aller Religionen auf.

Israels Unabhängigkeitserklärung von 1948 definiert das Land als einen jüdischen Staat. Sie spricht aber gleichzeitlich deutlich und eindeutig darüber, dass religiöse Freiheiten aller seiner Bewohner durch den Staat Israel garantiert werden, und verspricht wörtlich “totale Gleichheit der sozialen und politischen Rechte für alle seine Bewohner, unabhängig von Religion, Rasse oder Geschlecht; [Der Staat] wird die Freiheit der Religion, des Gewissens, der Sprache, Bildung und Kultur gewährleisten und die heiligen Stätten aller Religionen schützen.”

Seit der Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem 1967 gewährt Israel Zugang zu den heiligen Stätten aller Religionen und hat christliche, jüdische und muslimische Heiligtümer restauriert und wieder aufgebaut.

Das israelische Gesetz ermöglicht Menschen aller Glaubensbekenntnisse den Zugang zu den unzähligen Heiligtümern des Landes. Wer immer versucht, dieses Recht zu behindern, begeht eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden kann. “Wer etwas unternimmt, das den freien Zugang der Mitglieder der verschiedenen Religionen zu den ihnen heiligen Orten verletzen könnte, kann zur Haft für eine Zeit von bis fünf Jahren verurteil werden.”

Das Gesetz zum Schutz der heiligen Stätten von 1967 stellt auch fest, dass für Vandalismus in  heiligen Orten Rechtsfolgen drohen. Ausnahmen ereigneten sich zwangsläufig während der jüdischen Feiertage und nach Terroranschlägen, als Beschränkungen wegen Sicherheitsrisiken unternommen wurden.

Im scharfen Gegensatz dazu, als Jordanien zwischen 1949 und 1967 die heiligen Stätten kontrollierten, war es allen Israelis verboten, Ost-Jerusalem, einschließlich der unter jordanischer Herrschaft befindlichen Altstadt mit ihren heiligen Stätten zu betreten. Jüdische Friedhöfe in Ost-Jerusalem wurden geschändet.

Nach Erlangung der Souveränität  in  Jerusalem in 1967 hat Israel sofort das Gebiet für Menschen aller Glaubensrichtungen geöffnet  und ihnen ermöglicht, ihre heiligen Stätten ohne Androhung von Gewalt oder Verfolgung zu besuchen.

Juden in Israel

Israel ist das einzige Land in der Welt, wo die Mehrheit der Bewohner Juden sind. Das Spektrum der jüdischen Bevölkerung in Israel reicht von solchen, die sich als säkular oder nicht praktizierend definieren, bis zu traditionellen und ultra-orthodoxen.

Die Hauptstadt Jerusalem ist die heiligste Stadt für das Judentum und beherbergt viele religiöse heilige Stätten, etwa die Klagemauer des Tempelbergs und das Grab Königs David.

Muslime in Israel

Israels muslimische Bevölkerung besteht hauptsächlich aus ca. 1,4 Millionen sunnitischen Arabern, die meist im nördlichen Teil Israels leben. Auch Tscherkessen und Beduinen gehören dem muslimischen Bevölkerungsteil an.

Der Tempelberg in Jerusalem, der dem Felsdendom und die Al-Aqsa-Moschee beherbergt, ist die drittheiligste Stätte für den Islam.

Andere wichtige Stätten sind die El-Jazzar-Moschee in Akkon und das Grab der Patriarchen in Hebron im Westjordanland, dem historischen Judäa und Samaria, das Teil eines künftigen palästinensischen Staates werden könnte. Israel fördert mehr als 100 Moscheen und zahlt die Gehälter ihrer Imame (religiöse Führer). Darüber hinaus erstellt Israel auf Staatskosten die Koranbücher, die in Moscheen verwendet werden. Die israelische Regierung finanziert auch arabische Schulen sowie zahlreiche islamische Schulen und Hochschulen. Von Arabern verwaltete Schulen lehren Islamwissenschaft und Arabisch, neben dem allgemeinen Lehrprogramm des israelischen Unterrichtsministeriums.

Christen in Israel
Israel ist Heimat der heiligsten Orte für das Welt-Christentum, einschließlich der Grabeskirche in Jerusalem, der Stadt, in der Jesus gekreuzigt wurde und auferstanden ist, der Basilika der Verkündigung von Nazareth in Galiläa, der Geburtskirche in Bethlehem im Westjordanland, der Halle des letzten Abendmahls und der Via Dolorosa in Jerusalem, des See Genezareth und Kapernaum in Galiläa und des Ölbergs in Jerusalem, der auch den Juden und dem Islam heilig ist, sowie zahllosen anderen Stätten.

 

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