Ökonomische Trends

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds war die Prognose für die israelische Wirtschaft  für das Jahr 2013 sehr günstig: sie sollte voraussichtlich um 2,9 %, im folgenden Jahr um 3,2 % wachsen – das bedeutet eine schnellere Wachstumsrate als in den meisten entwickelten westlichen Ländern (Israels Wachstumsrate im Jahr 2011 betrug 4,7 %). Die Prognose wurde im September 2012 in Tokio anlässlich der Jahrestagung des IWF und der Weltbank-Gruppe unter der Teilnahme von Finanzministern und Notenbankgouverneure aus 200 Ländern veröffentlicht.

Die jährliche Inflationsrate in Israel wird voraussichtlich niedrig (rund 2 %) bleiben und die Arbeitslosenquote wird 7 % betragen. Das Haushaltsdefizit der Regierung laut dieser IWF- Prognose wird bei 3,5 % des BIP bleiben und wird im nächsten Jahr auf 3,3 % sinken. Darüber hinaus sollte danach das Haushaltsdefizit der israelischen Regierung voraussichtlich auf 2,5 % des BIP im Jahr 2015 sinken.

Zum Vergleich: Das Haushaltsdefizit der USA und Großbritanniens soll voraussichtlich 4,5 % des BIP dieser Länder betragen.

Infolge der wirtschaftlichen Erholung in Israel sehen die IWF-Experten eine zusätzliche Entspannung in der Schuldenquote voraus, die voraussichtlich auf 73 % im nächsten Jahr und auf 72 % im Jahr 2014 fallen soll (niedriger als die für Deutschland prognostizierte Schuldenrate) und nur 67 % in fünf Jahren betragen.

In den USA wird sich das Schulden-BIP-Verhältnis im nächsten Jahr voraussichtlich auf 112 % erhöhen und in den folgenden Jahren sogar 114 % erreichen.

Israel sticht eindeutig positiv im beigefügten Finanzpolitikbericht des IWF als ein Land heraus, das seine Staatsverschuldung reduzieren konnte und die ökonomische Krise,  im Gegensatz zum globalen Trend, ungewöhnlich erfolgreich bewältigt hat.

Die Prognose ist davon abhängig, inwieweit  die Regierungen, darunter auch die Regierung Israels, die Finanzpolitik, zu der sie sich bisher verpflichten haben, in die Tat umsetzen. Die Prognose berücksichtigt keine politischen oder sicherheitsrelevanten Entwicklungen, die sich auf die Wirtschaft  in beide Richtungen auswirken können.