Die Gaza-Flottille 2010

Am 31. Mai 2010 versuchten sechs Schiffe unter dem Namen „Gaza Freiheitsflottille ” die Seeblockade zu durchbrechen, die Israel verhängt hat, um den Waffenschmuggel in die Region zu verhindern.

Von der Free-Gaza-Bewegung und der türkischen Stiftung für Menschenrechte und Freiheiten und humanitäre Hilfe (IHH) organisiert, beförderte die Flottille humanitäre Hilfe, medizinische Versorgung, Baustoffe und – nach Angaben der Organisatoren – “friedliche Aktivisten”.

Israelische Behörden ersuchten friedlich, ans Bord gelassen zu werden, um die Ladung der Schiffe überprüfen zu können, wonach die gebilligten Güter über etablierte Kontrollpunkte am Land nach Gaza geliefert würden. IDF-Marinesoldaten konnten in den internationalen Gewässern des Mittelmeers die Inspektion der Ladung der ersten fünf Schiffe ungestört durchführen.

Als sie an Bord des sechsten und größten Schiffs der Flottille  – der “Mavi Marmara” – gingen, wurden sie von den “friedlichen Aktivisten”  an Bord brutal mit Metallrohren, Schlagkeulen, eisernen Ketten, Messern und einer Pistole angegriffen. Ein Soldat wurde über Bord ins Meer geworfen. Zur Selbstverteidigung gezwungen schossen die IDF-Soldaten und töteten neun IHH Mitglieder. Sieben israelische Soldaten wurden verletzt.

Der Zwischenfall rief sofort äußerst kritische Reaktionen seitens der internationalen Medien hervor. Die meisten bezeichneten die Mitglieder der Flottille als eine Gruppe friedlicher Aktivisten, die nur darum bemüht waren, einer belagerten Bevölkerung, der ein mächtiger Nachbarstaat  seit längerem das Lebensnotwendigste vorenthielt, wie Nahrungsmittel und Medikamente, zu bringen. Und sie schilderten den Vorfall als einen klaren Fall von “Gut gegen Böse”: Der tapfere Underdog, die idealistischen Aktivisten, opferten ihr Leben für den Schutz der Rechte einer von einer grausamen und unterdrückenden Übermacht deprivierten Nation.

Weiterführende Beweise malten ein völlig anderes Bild. Viele der an Bord der “Mavi Marmara” präsenten „Friedensaktivisten” waren Mitglieder der IHH, die nach Aussagen der Sachverständigen enge Beziehungen zu Hamas, al- Qaida und anderen radikalen muslimischen Terrorverbänden unterhält.

Diese „Friedensaktivisten” waren kampfbereit. Erschütternde, von den IDF aufgenommene und im Internet veröffentlichte Videos zeigen israelische Kommandos, die sich von einem Hubschrauber aus an Bord abseilen, um von einer Degen und Knüppel schwingenden Rotte geschlagen, gestochen und über Bord geworfen zu werden. Selbst in Lebensgefahr geraten, war es nur wenig überraschend, dass die Israelis zur Gewalt griffen, um sich zu verteidigen.

Und wie verhält es sich wirklich mit der Blockade der angeblich hungernden Bewohner des Gazastreifens?  Tatsache ist, dass Israel die Einfuhr lebenswichtiger Materialien in den Gazastreifen zuließ, auch nachdem es Anfang 2009 die Blockade verhängt hatte, um die Waffenlieferungen trocken zu legen.

Im Jahr 2012 gelangten mehr als 700 000 Tonnen Lebensmittel, Medikamente und andere humanitäre Hilfsgüter von Israel in den Gazastreifen.

Die Wahrheit ist, dass Israel immer die humanitären Bedürfnisse der Palästinenser in Gaza berücksichtigt. Der Mythos der durch Israel ausgehungerten Bewohner des Gazastreifens ist eben genau das – ein Mythos.

Offensichtlich war die Gaza-Flottille weniger ein Versuch, den Palästinensern zu helfen, als eine Provokation Israels. Leider funktionierte es: Indem sie Israel in eine Situation brachten, die den Einsatz von Gewalt unvermeidlich machte, entfachten die  Organisatoren der Flottille einen Sturm der Beschuldigungen in einer Welt, die nur allzu bereit war,  Israel sofort zu verurteilen, bis seine Unschuld bewiesen war.

Während der Vorfall harsche Kritik an Israel auslöste, galvanisierte er auch seine Anhänger. Mehrere wichtige politische Führer unterstützten Israels Umgang mit der Gaza-Flottille und sprachen Israel in diesem Zusammenhang erneut ihre Unterstützung aus.

Die Flottille führte zu einer wachsenden Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei, die einst engste regionale Verbündete waren.

Andere Flottillen, vor allem aus dem Iran und Libyen, deuteten an, dass auch sie versuchen würden, die Gaza-Blockade in den Wochen und Monaten nach dem Gaza-Flottille-Vorfall zu brechen. Bisher endeten alle von ihnen bereits in der Planungsphase oder wurden friedlich in andere Häfen umgeleitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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