Der Staat Israel

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschloss in ihrer Resolution Nr. 181 die Teilung des unter britisches Mandatsverwaltung befindlichen Territoriums von Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Die Resolution wurde am 29. November 1947 in einem Mehrheitsvotum angenommen: 33 Staaten stimmten dafür, 13 waren dagegen, 10 enthielten sich der Stimme, und eine Delegation war abwesend.

Der Entschluss wurde von den  jüdischen Behörden angenommen, die in Palästina lebenden Araber und die arabischen Staaten lehnten sie ab.

Die Unabhängigkeit Israels wurde am 14. Mai 1948 von der gewählten Nationalversammlung mit David Ben-Gurion an der Spitze proklamiert. Er wurde der erste israelische Regierungschef.

Israel ist bis heute die einzige parlamentarische Demokratie im Nahen Osten.

Der Staat definiert sich als jüdisch und demokratisch. Der Großteil der Bevölkerung ist jüdisch, es gibt eine große arabischen Minderheit.

Israels Hauptstadt (und die größte Stadt) ist Jerusalem, dies ist aber nicht allgemein in der Welt anerkannt und bleibt ein Streitpunkt angesichts des  palästinensischen Anspruchs auf Ost-Jerusalem als Hauptstadt ihres künftigen palästinensischen Staates.

Die Amtssprachen sind Hebräisch, Arabisch und Englisch, die israelische Währung ist der neue Schekel (1 EURO = +/-5 ILS).

Der Staat Israel liegt an der südöstlichen Küste des Mittelmeeres und grenzt im Norden an Libanon , im Nordosten an Syrien,  im Osten an Jordanien, im Südwesten an Ägypten und den Gazastreifen und im Süden an die Bucht von Aqaba am Roten Meer .

Das Land hat eine Fläche von 22 072 km2 bzw. 20 770 km (ohne die Golanhöhen und Ost-Jerusalem) und verfügt über eine Vielfalt geografischer Besonderheiten innerhalb der relativ kleinen Fläche, was auf seine besondere Position im Großen Afrikanischen Grabenbruch zurückzuführen ist.

Das israelische Klima ist typisch mediterran, mit einem heißen und trockenen Sommer und einem feuchten Winter.

Die Bevölkerung Israels zählt (2013) 8 Millionen Einwohner (einschließlich der israelischen Araber in Ost-Jerusalem und den Golanhöhen sowie den Einwohnern im Westjordanland), von denen 75,3 % Juden, 20,7 % Araber und rund 4 % Christen und Konfessionslose bzw. Angehörige anderer Bekenntnisse sind.

Neben dem israelisch-arabischen Konflikt ist die israelische Bevölkerung auch durch eine tiefe wirtschaftliche, ethnische, religiöse (zwischen säkularen und orthodoxen Juden) und politische Kluft polarisiert.

Israel hat in den 65 Jahren seines Bestehens mehrere Kriege führen müssen, welche die Rekrutierung aller Reserve-Einheiten verlangten. Daher ist es nicht selbstverständlich, dass die israelische Wirtschaft relativ stark blieb und sogar während der aktuellen globalen Finanzkrise weiter gewachsen ist.