Premierminister B. Netanyahu

Benjamin Netanyahu wurde 1949 in Tel Aviv geboren und wuchs in Jerusalem auf. Seine Jugendjahre verbrachte er in den USA, wo sein Vater – ein bekannter und angesehener Historiker und Universitätsprofessor – jüdische Geschichte unterrichtet hat.

Als er 1967 nach Israel zurück kam um seine Wehrpflicht zu erfüllen, meldete sich Netanyahu freiwillig zu einer Elite-Kommandoeinheit der israelischen Streitkräfte und nahm an einer Reihe von gewagten Operationen teil Dazu gehörte die Befreiung von Geiseln aus dem entführten Flugzeug der Sabena, bei der er verwundet wurde. Aus der Armee wurde er als Hauptmann entlassen. Danach studierte er am MIT in Boston Architektur und promovierte mit M.Sc. Grad in Betriebswirtschaft. Er studierte auch Politikwissenschaft an der MIT und Harvard University. 1976 war Netanyahu in der Boston Consulting Group, einer internationalen Unternehmensberatung, angestellt und schloss sich später der Verwaltung von Rim Industries, einer großen Möbelerzeugungs-Firma in Jerusalem, an.

1982 wurde Netanjahu mit einer diplomatischen Mission in den Vereinigten Staaten betraut und diente zwei Jahre als stellvertretender Leiter der Mission unter dem späteren Botschafter Moshe Arens. Er war auch Mitglied der ersten Delegation zu Gesprächen über die strategische Zusammenarbeit zwischen Israel und den Vereinigten Staaten. Im Jahre 1984 wurde Netanjahu zum Botschafter bei den Vereinten Nationen ernannt und behielt diesen Posten für vier Jahre. Als ein artikulierter Sprecher, wirkungsvoller Diskutant und medienwirksamer Diplomat spielte er eine Schlüsselrolle im Bemühen, den Ruf Israels zu verbessern, und zu einem verstärkten Verständnis der Sicherheitsanforderungen des Landes unter den “Movers and Shakers” der amerikanischen Öffentlichkeit.

Bald nach der Rückkehr nach Israel 1988 betrat Benjamin Netanyahu die politische Arena und wurde als Mitglied der Knesset im Rahmen der Likud-Partei gewählt und dann zu Vize-Außenminister ernannt. Diesen Posten hatte er vier Jahre inne. Während dieser Zeit ereignete sich die Intifada; der Golfkrieg von 1991 und die Friedenskonferenz in Madrid. Auch wurden direkte Gespräche zwischen Israel und seinen Nachbarn initiiert.

1996, in der ersten Direktwahl des Ministerpräsidenten in Israel, besiegte Benjamin Netanyahu den amtierenden Kandidaten der Arbeitspartei, Shimon Peres, und wurde zum neunten Premierminister des Staates Israel bis 1999.

Nach Abschluss seiner ersten Amtszeit als Premierminister war Netanyahu Business Consultant einiger israelischer High-Tech-Unternehmen und ein sehr gefragter Redner bei internationalen Konferenzen. 2002 kehrte er zur Politik zurück, zunächst als Minister für auswärtige Angelegenheiten (November 2002 bis Februar 2003) und dann als Finanzminister bis August 2005. Während der Amtszeit der 17. Regierung Israels war er Chef der Opposition in der Knesset.

Im Februar 2009, nach den Wahlen zur 18. Knesset, wurde Benjamin Netanyahu mit der Bildung der nächsten Regierung beauftragt und am 31. März 2009 als Premierminister vereidigt. Als solcher führte er auch als Minister die Ressorts der wirtschaftlichen Strategie, Gesundheit und Senioren und ab dem 18. Dezember 2012 auch der auswärtigen Angelegenheiten, nachdem die jeweiligen amtierenden Minister aus Koalitionsgründen die Regierung hatten verlassen müssen.

Am 18. März 2013 stellte Netanjahu die 33. israelische Regierung auf und übernahm zeitweise auch das Ministeriun für Auswärtige Angelegenheiten und des Ministerium für Öffentliche Angelegenheiten und der Zusammenarbeit mit der Diaspora.

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